| Talent | Hemisphäre
AD(H)S – Talente und Begabungen, die auf Rechtsdominanz beruhen.
Das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom kann auf besondere Talente und Wahrnehmungsfähigkeiten hinweisen.
Hier einige der grundlegenden Fähigkeiten, die für AD(H)S typisch sein können:
AD(H)S Kinder und Jugendliche
- sind überdurchschnittlich wissbegierig
- denken überwiegend in Bildern, nicht in Worten
- besitzen eine ausgeprägte Intuition
- verfügen über eine lebhafte Phantasie und hohe Sensibilität
- nutzen kreative Problemlösungen
- lernen vielschichtig und auf unterschiedlichen Wahrnehmungsebenen
- können mehrere Dinge gleichzeitig erledigen
Verantwortlich für die Entwicklung dieser Fähigkeit ist die angeborene Dominanz der rechten Hemisphäre.
Werden diese Fähigkeiten gefördert, können sie zu überdurchschnittlicher Intelligenz und zur Entwicklung außergewöhnlicher Kreativität führen.
Das Dilemma
Das Schul- und Bildungssystem lehrt fast ausschließlich linksdominante Lern- und Arbeitstechniken.
Ob nun Wissen in Deutsch, Geschichte, Politik oder in einer Fremdsprache erworben werden soll, die Lerntechnik dazu ist immer ein und dieselbe:
- Wort- für – Wort Lesen
- Auswendig lernen
- Logisch strukturieren
- Handlungszusammenhänge erkennen und verstehen
Linksdominante Kinder und Jugendliche erlernen mit Leichtigkeit eine Fremdsprache sowie die Regeln der Rechtschreibung, Grammatik und der Zeichensetzung.
Sie leisten Ausgezeichnetes bei Problemlösungen, die logisches Denken erfordern.
Bei rechtsdominanten Kindern und Jugendlichen können die logisch sequenziellen Lese- und Lerntechniken allerdings zur Ausbildung des Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms führen.
Warum ist das so?
Ein rechtsdominantes Kind oder Jugendlicher versucht im Unterricht die Worte des Lehrers in geistige Bilder zu verwandeln. Dabei kann es zu einer auditiven Verzögerung kommen.
Beispiel: Der Lehrer erklärt ein physikalisches Problem. Die Schüler folgen den ersten drei Ausführungen des Lehrers Schritt für Schritt, indem sie die verbalen Informationen in geistige Bilder verwandeln.
Innerhalb dieser Visualisierungen kann es passieren, dass das sie den vierten Schritt nicht mitbekommen und erst dem fünften Schritt wieder folgen können.
Die Wirkung ist wie ein Filmriss zu verstehen. Die Informationen des fünften Schrittes passen nicht zum dritten.
Der ganzheitliche Überblick zum Lerngegenstand ist verloren gegangen. Dadurch entsteht Verwirrung und Unsicherheit. Für Lehrer kann dann oftmals der Eindruck entstehen, dass Kind habe nicht aufgepasst.
Ähnliches passiert beim Schreiben eines Diktats. Das rechtshemisphärische Kind braucht Wortbilder, um fehlerfrei schreiben zu können.
Versucht es ein Wort sequenziell zu erfassen, geht das Bild vom ganzen Wort verloren, Fehler schleichen sich ein.
Selbst Wörter, die es eigentlich schon konnte, werden wieder falsch geschrieben.
Wird ein Kind oder ein Jugendlicher in der Schule als aufmerksamkeitsgestört wahrgenommen, handelt es sich nach unserem Erfahrungen immer um einen rechtsdominanten visuellen Lerntyp.
Ursache für die Aufmerksamkeitsstörungen können nicht adäquate Lese- und Lerntechniken sein.
Fazit: Ein rechtshemisphärisches Kind oder Jugendlicher braucht angemessene rechtsdominante Lese- und Lerntechniken, um sein Begabungspotential ausbilden zu können.
>>> Aufgaben der Hemisphären
|